Chalet Esslinger, 1926

Der Neubau «Alma-Maria» wird auf dem Grundstück des «Chalet Esslinger» mit seinem von Nadelbäumen gesäumten Garten erstellt. Der Küfermeister Wilhelm Esslinger kaufte das Land in drei Etappen Hans Fopp ab, und bezahlte dafür zwischen 5 und 6 Franken pro Quadratmeter. Die Lage auf der schattigeren Seite des Landwassers galt damals als minderwertig. 1911 errichtete er ein dreistöckiges Holzhaus und nannte es «Chalet Esslinger». Das Grundstück säumte er wie damals in Davos üblich mit Tannen. Seine Frau, Emma Esslinger, war in Davos als Essighändlerin bekannt.

Sein Sohn, der Schreinermeister Heinrich Esslinger, übernahm die Liegenschaft 1931. Er baute 1938 eine erste Zentralheizung ein, 1952 wurde die Fassade geschindelt und 1962 die ersten Bäder eingebaut. Die ersten elektrischen Waschmaschinen folgten 1970. Nach dem Tod von Heinrich ging das Haus 1975 an seine Tochter Margrit Engel-Esslinger über. Im Jahr 2000 wurde das langgezogene Werkstattgebäude abgerissen und durch die freistehende Ferienwohnung «Dépendance» ersetzt. In vierter Generation übernahm Martin Engel 2011 die Verantwortung für die Liegenschaft.

Davos Platz, 1926